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Klosterkirche Maria Verkündigung
St. Floriani Kapelle Gruftkapelle der hl. Anna Maria Einsiedeln Kapelle home
Piaristenkloster
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Heiliger Bezirk
Gruftkapelle der hl. Anna Piaristenkloster Piaristenkloster St. Floriani Kapelle Die Maria Einsiedeln Kapelle Die Maria Einsiedeln Kapelle
Heiliger Bezirk
Auf dem westlichen Rande des alten Stadt Ostrov /Schlackenwerth/ erstreckt sich ein Gebäudekomplex, ehemaliges Piaristenkloster. Zum Konvent mit der Kirche und dem Gymnasium wurden schrittweise noch einzelne Kapellen zugebaut und deswegen nannte man das ganze Areal Heiliger Bezirk. In den Jahren 2001-2007 wurde das Klosterareal völlig erneuert. In zwei Kapellen und in der Klosterkirche befinden sich die historischen Expositionen, die auch den bedeutenden Inhaber der Stadt, Herzöge von Sachsen-Lauenburg und Markgrafen von Baden, gedenken. Die erneuerten Barockdenkmäler wurden so zum einzigen Zeugnis über die reiche Vergangenheit dieser Stadt.

Die Sachsen-Lauenburgische und Badische Grufkapelle der hl. Anna
Den Grundstein dieser Kapelle hat Julius Heinrich, Herzog von Sachsen-Lauenburg gelegt am 20. April 1644. Für dieses Stamm-Mausoleum hat er einen Platz hinter dem Schlossgarten gewählt. Die Kapelle wurde am 16. September 1663 festlich eingeweiht und schon im Jahre 1666 die, des Herzogs Julius Heinrich sterblichen Überreste, da bestattet wurden. Er ist am 20. November 1665 gestorben. Die Kapelle hat man als einen zentralen Achtkantbau mit einem Kuppeldach gebaut. Von Aussen wurde er mit der Pilasterordnung gegliedert. Im Interieur, zwischen den Pfeilern, befinden sich zweistöckige Emporen für die Tumben, die auch als Sängertribünen ausgenützt werden konnten. Das Stamm-Mausoleum ist eine seltene Architektur, eine der ältesten Frühbarock-Zentralbauten in Böhmen.

Konvent mit Piaristenschule und mit der Maria Verkündigung Kirche
Im Jahre 1666 hat Herzogin Anna Magdalena von Sachsen-Lauenburg, die Witwe nach dem Herzog Julius Heinrich, die Piaristen nach Ostrov /Schlackenwerth/ berufen, um da eine lateinische Schule zu gründen und führen. Sie hat den prager Baumeister des bayerischer Abstammung Martin Reiner beauftragt mit dem Bau des Konvent und der Klosterkirche. Das Zentrum des Klosterareals stellt die Maria Verkündigung Kirche, einschiffiger Bau mit dem rechteckigen Presbyteruim und sechs Kapellen vor. Das Schiff ist tonnengewölbt, mit dreieckigen Ausschnitten und mit schmalen Seitenemporen. Die Kirche wurde ursprünglich durch einen kurzen verdeckten Gang mit der Gruftkaplle verbunden. Der Glockenturm stand früher frei. Die drei, zu der Kirche dicht anliegenden einstöckigen Trakte des Konvent, schliessen den Innenhof mit dem Kreuzgang. Die Fassaden werden ganz einfach gegliedert. Mit einigen Unterbrechungen war im Kloster bis zum Jahre 1876 piaristisches Gymnasium. Viele, später bedeutende Persönlichkeiten studierten da, z.B. der Barock-Komponist und badischer Hofkapellmeister Johann Caspar Ferdinand Fischer /1656-1746/ und der berühmte Physiker und Chemiker Josef Loschmidt /1821-1895/, einer der Begründer der Atomphysik. In den 20. Jahren des 20. Jahrhunderts hat in der Mädchenschule, die da am Ende des 19. Jahrhunderts Kongregation der Schwester der Christlichen Liebe errichtet hat, zwei Jahre die tschechische Filmschauspielerin Zita Kabátová verbracht.

Die Florianikapelle
Diese Kapelle wurde zwischen den Jahren 1692-1693 gebaut zum Andenken an den grossen Brand, der zwar das Schloss vernichtet, die Stadt jedoch verschont hat. Wer hat den Bau entworfen, wissen wir noch nicht. Es handelt sich um einen zentralen Vierkantbau mit den abschrägten Ecken, mit der Kuppel mit Laterne überdacht. Die Fassade wird mit der Pilasterordnung und mit den Lisenenrahmen gegliedert. In der Innenkuppel hat der italienische Maler Paolo Manni die Szenen des Bethlemitischen Kindermord gemalt. In den Jahren 1793-1852 wurde die Kapelle zu einem Getreidelager und einem Lagerhaus. Im Jahre 1933 hat man sie als ein Denkmal der Opfer des ersten Weltkrieges renoviert. Nach der ganzen Rekonstruktion, im Jahre 2007, wurde die Kapelle in ein Denkmal der Opfer des Gewalts dieser Gegend verändert.

Maria Einsiedeln-Kapelle
Es handelt sich um eine, in den Jahren 1709-1710 gebaute Kopie der Gnadenkapelle in dem schweizerischen Wallfahrtsort Einsiedeln. Den Bau führte wahrscheinlich der Hofbaumeister J.M.Sockh. Länglich konzipierter Bau mit dem rechteckigen Presbyterium hat eine reich gegliederte Stirnwand. Über dem Eingang sieht man Allianzwappen der Herzöge von Sachsen-Lauenburg und Markgrafen von Baden. Der ganze Bau gipfelt mit dem hohen Giebel, der ein Relief Tod der Jungfrau Maria trägt. Oben stehen drei Statuen – Jungfrau Maria, hl. Benedikt und hl. Maurus.

Zum Heiligen Bezirk gehört noch die kleine Kapelle der Schmerzensmutter Maria und eine Gloriette im Klostergarten. In der Gartenmauer war noch eine kleine, der Jungfrau Maria von Lourdes gewidmete Grotte.

text: Mgr. Lubomír Zeman