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Klosterkirche Maria Verkündigung
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Piaristenkloster
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Heiliger Bezirk
Klosterkirche Maria Verkündigung
Mit dem Piaristenkloster hat Herzogin Anna Magdalena von Sachsen-Lauenburg im Jahre 1666 auch die Klosterkirche gegründet. Dieses, zum Konvent anschliessendes Gebäude wurde ursprünglich durch einen kurzen verdeckten Gang auch mit der Gruftkapelle verbunden. Den, im Frühbarockstil gebauten Bau führte prager Baumeister Martin Reiner. Die Kirche mit dem Konvent wurde am 16. September 1674 eingeweiht. Die Stirnwand des Einschiffigen Bau mit den Seitenkapellen, zwei Chöre und schmalen Seitenemporen, wird ganz einfach gegliedert. Der Glockenturm, dem italienischenVorbilde nach, stand frei, erst später hat man ihn durch eine Sakristei mit der Kirche verbunden.

Die innere Ausstattung hat der "schlackenwerther Bildhauer" Martin Möckel /1643-1719/ zwischen den Jahren 1670-1673 geschaffen. Es handelte sich um den Hochaltar mit den Figuren des hl. Joachim und hl.Anna, dann um die Kanzel mit den Reliefen und Figuren des Weltrichters Jesus, Moises mit den Tafeln der zehn Gebote Gottes, mit dem König David und mit vielen Engeln und auch um zwei Seitenaltäre. Einer von ihnen wurde später verändert. Den zweiten Altar der Sippschaft Christi, sowie die vier andere Seitenaltäre, den Hochaltar, die Kanzel und die Gruppe Kalvarie kennen wir schon nur Dank der Fotodokumentation. Allein die Fragmente der Altarkonstruktionen, etliche Holzstatuen und zwei Altarbilder sind geblieben – hl.Josef von Calasanza, Gründer des Piaristenordens, ein Werk des Malers Josef Melling vom Jahre 1765 und Sippschaft Christi von dem hiesigen Maler Franz Xaver Hickmann vom Jahre 1853, auf den Altar nachträglich angebrachtes Bild. Am reichsten ausgeschmückter war der sogenannte "Gelübde Altar" des hl. Johannes von Nepomuk, den die Markgräfin Franziska Sibylla Augusta von Baden in den Jahren 1691-1692 errichten gelassen hat. Es handelte sich um einen Dank für den Schutz ihres Gemahls und Feldherrs Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden und für seinen Sieg über den Türken in der Schlacht bei Szlankamen am Donau im Jahre 1691. Die weiteren Altäre wurden dem hl. Antonius von Padua, dem hl. Josef von Calasanza, dem hl. Floriani und den Vierzehn Nothelfern eingeweiht. Der letzte war, wie auch die Gruppe Kalvarie, ein Werk des lichtenstädter /Hroznìtín/ Holzschnitzers Karl Lorenz aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Von den drei Kirchenglocken ist nach den Kriegsrequisitionen nur eine geblieben, die heilige Anna, mit sachsen-lauenburgischem Wappen und den fromen Anschriften. Diese hat im Jahre 1673 prager Glockengiesser Nikolaus Löw gegossen. Die Glocke hat man vor der Glockenturmrekonstruktion, der Sicherhait wegen, auf den Turm der Pfarrkirche übertragen.

Die Rettung des maximal devastierten Kirche, welcher schon eine Demolition drohte, hat mit den wichtigsten Baueingriffen am Ende der 80. Jahren des 20. Jahrhunderts angefangen. Die komplette Rekonstruktion ist in den Jahren 2001-2007 verlaufen. Trotz dass die innere Ausstattung der Kirche schon fast völlig unwiederbringlich verloren und vernichtet ist, ist der jetzige, vorher nur schwerlich vorstellbare Zustand der Kirche, eine Tatsache, die man fast nicht glauben kann. Das neu errichtete Interieur wird den multikulturen Aktionen und historischen Expositionen dienen.