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Sozialistischer Realismus
Sozialistischer Realismus – "Fünfziger Jahre Bauten"
In der freien Landschaft in der unmittelbaren Nähe der alten Stadt Ostrov /Schlackenwerth/ entstand vom Jahre 1947 neue Siedlung der Joachimsthaler Bergwerke, und zwar in dem Zusammenhang mit der Entwicklung der Uranerzförderung. Es handlete sich um einen höchstens strategischen, damals nach USSR gelieferten Rohstoff. Den neuen Stadtkomplex hat der Baubetrieb der Joachimsthaler Bergwerke entworfen, wo als Hauptarchitekt Akad. Arch Jaroslav Krauz tätig war. Der erste Gebietsplan ist im Jahre 1954 entstanden, und zwar für 16.000, später für 19.000 Bewohner. Im Jahre 1955 handelte es sich schon um Kapazität 25.000 Bewohner.

Die urbanistische Konzeption setzte ein regelmässiges System des Wohnhäuserausbau in den Wohnzonen auf. Zum Zentrum wurde Mírové námìstí /Friedens-Marktplatz/. Seine Fläche wird geometrisch gegliedert, die geometrischen Formen, die niedrigen Mauern mit dekorativen Kugeln und Vasen, umrahmen den ganzen Marktplatz, sowie die Beete. Auf den Hauptboulevard, heute Hauptstrasse, früher Leninstrasse, knüpfen einzelne Wohnzonen mit den öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur an. Eine bedeutende Rolle in der Stadtkomposition spielt das Grün. Diese neue Siedlung sollte zu einer Gartenstadt werden.

Kulturhaus
Ein grosszügig komponiertes Gebäude, diese Dominante der ganzen neuen Stadt, die in der Front des Marktplatzes steht, wurde in den Jahren 1954-1955 gebaut. Seine Monumentalität steckt vor allem in dem schweren Eingangsportikus mit der Säulenloggia und dem Stufengiebel. Oben stehende, sozialistisches Regime feiernde Statuengruppe hat der Bildhauer Jaroslav Šlezinger, der damals unweit der Stadt, in dem Zwangsarbeitlager Vykmanov als politischer Heftling gefangen gehalten und gestorben ist, geschaffen. Das Kulturhaus zählt man zu den Spitzenvertretern der klassizistischen Tendenz des Traditionalismus der 50. Jahren des 20. Jahrhunderts.

Geschäftshaus "Brigadler"
Ein Wohnkomplex auf der Südseite des Marktplatzes, mit den Geschäften in dem Erdgeschoss. Das Dach des ganzen Komplex gipfelt mit Attika und Balustraden.

Administrationsgebäude mit Postamt
Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1955-1956, als ein Gegenüber des Geschäftshauses, auf der Hauptstrasse gebaut. Der höhere Wohnüberbau des Mitteltrakts gipfelt mit einem Stufengiebel.

Restauration "Družba"
In den Jahren 1955-1959 in der Nachbarschaft des Postamt gebautes Restaurationsgebäude wird mit den Attikagiebeln und mit flächen Lisenen gegliedert.

Myslbek´s Schule
wurde in den Jahren 1955-1956 gebaut. Die mittlere Achse wird mit dem Eingangsportikus betont und mit einem Attikagiebel gipfelt. Die Fassade wird mit der hohen Pilasterordnung gegliedert.

Weitere markante Vertreter der hiesigen traditionellen Architektur sind die Gebäude der Kindergarten und Kinderkrippen. Vor allem der VII. und II. Kindergarten. Diese Gebäude sind mit den keramischen Reliefen der Tiere, die der Keramiker Jiøí Kemr und der Maler Milan Kraus geschaffen haben, geschmückt.

Die Wohnungskomplexe verfolgen die bestimmten Typenvorbilder. Die rechteckige Eingangsportale, die Gitter der Geländer mit dem Lindenblätterdekor, in dem Erdgeschoss auch die Sgraffitodekoration und über den Eingangstüren oft Sgraffitohauszeichen.

Im ganzen präsentiert die sozialistisch realistische Architektur von Ostrov gemässigten Historizismus. Sie bezeugt den starken Einfluss der Zwischenkriegsarchitektur der ersten Tschechoslowakischen Republik. Wegen ihrer urbanistischen Struktur sowie wegen ihres architektonischen Gepräges gehört Ostrov zu den bedeutendsten Beispielen der Architektur der 50. Jahren des 20. Jahrhunderts in der Tschechischen Republik.

text: Mgr. Lubomír Zeman